SPD Karlsruhe-Rüppurr

Verleihung des Ludwig Marum Preises 2026

Veröffentlicht am 07.11.2026 in Kreisverband

Dr.Anton Huber, Paul Theobald, Gabriele Martin, Alexander Marum

Mit dem Ludwig-Marum-Preis 2026 würdigt die SPD Karlsruhe Paul Theobald für sein jahrzehntelanges außergewöhnliches Engagement für Demokratie, Erinnerungskultur und die Bewahrung historischer Wahrheit rund um seine Heimatstadt Frankenthal.
Ludwig Marum wurde 1882 in Frankenthal geboren, bevor sein Lebensweg ihn später nach Karlsruhe führte. In seiner Geburtsstadt hat sich Paul Theobald über Jahrzehnte dafür eingesetzt, die Erinnerung an jüdisches Leben, an die Opfer des Nationalsozialismus und an die demokratische Geschichte Frankenthals lebendig zu halten.

Mit großer Beharrlichkeit hat Paul Theobald die Lebenswege ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger erforscht, Zeitzeugengespräche
dokumentiert und zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Seine Arbeiten sind zu wichtigen Grundlagen der lokalen Erinnerungskultur
geworden und stehen Archiven, Museen, Schulen und der historisch-politischen Bildungsarbeit zur Verfügung.
Die Laudatorin Gabriele Martin, Erste Beigeordnete der Gemeinde Bockenheim an der Weinstraße, schilderte das Wirken vom Paul Theobald. So hat er sich  intensiv mit der Geschichte der Familie Marum beschäftigt. "Das verleiht der heutigen Ehrung eine besondere Tiefe.
In seinem Buch „Deportiert ins KZ“ zeichnete er die Geschichte der Nachfahren von Jacob Marum nach, der seit 1825 in Frankenthal lebte.
Die Marums gehörten zu den ältesten jüdischen Familien der Stadt und waren bis zur nationalsozialistischen Machtübernahme anerkannte Bürger.
Ihre Geschichte macht deutlich, wie eng jüdisches Leben mit der Geschichte Frankenthals verbunden war – und wie brutal diese Zugehörigkeit durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört wurde", so Gabriele Martin. „Er zeigt, was ein Einzelner bewirken kann. Denn er hat nicht gewartet, er hat etwas getan.“

Erinnerung ist für Paul Theobald nicht allein Beschäftigung mit der Vergangenheit, sondern Auftrag für Gegenwart und Zukunft. In seiner Dankesrede mahnte er auch: „Man darf sich nicht fragen: Was kostet es, wieviel Zeit braucht es. Sie müssen es tun.“ 

Stellvertretend für die Familie Marum richtete der Ur-Urenkel von Ludwig Marum und Vorstandsmitglied des Forum Ludwig Marum, Alexander Marum, abschließend Dankesworte an  Veranstalter und  Publikum. Musikalisch umrahmt wurde der Abend erneut durch die Violinistin Ani Aghabekyan.

 

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