Vernunft statt Augen(stein)wischerei

Gehen wir die Sache doch einmal mit Argumenten an:
Auf Grund des breiten Straßenraums weist die Herrenalber Straße eine starke Trennwirkung für den Stadtteil Rüppurr auf. Dies wird durch die entlang der Herrenalber Straße führende Stadtbahnstrecke, mit eigenen Gleiskörper, verstärkt.
Kreuzungspunkte zwischen der Bahn und abbiegenden bzw. querenden Kfz bergen in Rüppurr ein besonders hohes Gefahrenpotential, da auch Eilzüge unterwegs sind, die an keiner der Rüppurrer Haltstellen halten und daher die Knotenpunkte schnell passieren.

Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die Haltestelle Ostendorfplatz zu legen, da diese eine zu geringe Aufstellfläche aufweist, um den Andrang der Schüler
bewältigen zu können, so dass es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen
für Leib und Leben der Schüler kommt.

Es geht also darum die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, vor allem die der
Schüler an der Haltestelle Ostendorfplatz. Die von der "Initiative" befürwortete Variante einer
Reduzierung aller Fahrspuren um jeweils 15 cm bringt einen Bruttogewinn von gerade
einmal 60 cm. Es würde sich also nicht viel ändern, da die gefährliche Nähe zur Fahrbahn weiterhin bestünde. In der städtischen Variante wird diese Gefahrenquelle durch einen Radweg entschärft.

Die Radverkehrsführung in Richtung Süden weist erhebliche Defizite auf. Radfahrer müssen
zwei Bahngleise queren und dadurch Umwege und Wartezeiten in Kauf nehmen, die bei der
Fahrt auf der Herrenalber Straße nicht auftreten. Sie haben keine Möglichkeit legal die
Diakonissenstraße oder Tulpenstraße zu erreichen. Unter anderem rührt daher die
widerrechtliche Benutzung des Radweges zwischen Ostendorfstraße und Tulpenstraße in
Gegenrichtung, die immer wieder zu Unfällen an der Diakonissenstraße führt.
Dieser Bereich gilt als Unfallschwerpunkt mit Beteiligung von Radfahrern.
Am Knotenpunkt Herrenalber Straße /Diakonissenstraße wurden im Untersuchungszeitraum insgesamt 16 Unfälle verzeichnet. Davon ereigneten sich 8 Unfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern.

Und nun zur Leistungsfähigkeit der Herrenalber Straße.
Ein unabhängiges Gutachten stellt fest:

"Durch eine Reduzierung des Querschnitts um eine stadtauswärts führende Fahrspur bleibt die Leistungsfähigkeit aller Knotenpunkte erhalten, auch unter der Berücksichtigung eventuell eintretender Verkehrszuwächse"
(Verkehrsprognose 2015).

Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnis, dass eine Reduzierung des Straßenquerschnitts umeine Fahrspur stadtauswärts möglich ist, wurden verschiedene Varianten entwickelt und
vergleichend bewertet. wobei die Variante 1 (mit Radweg) sich als die Variante
erwiesen hat, die die Gefahrenpunkte am effektivsten beseitigt.

- An der Haltestelle Ostendorfplatz wird der Bahnsteig und die Aufstellfläche um 60cm verbreitert. Diese Maßnahme setzt die Trennwirkung der Herrenalber Straße etwas herab und schafft durch den Radweg zusätzliche Sicherheit für die wartenden Fahrgäste – vor allem Schüler.
- An der Diakonissenstraße wird die Situation für Radfahrer und Autofahrer
durch den nach Süden führenden Radweg entschärft.

Dies sind die sicherheitsrelevanten Aspekte einer probeweisen Umwidmung
des Straßenraumes.

In der folgenden Tabelle werden nun die Stadtplanungsamt – Variante mit der der
"Initiative Herrenalber Straße" in Bezug auf die Behebung aller in der Bürgerversammlung
aufgeführten Defizite gegenüber gestellt.

 

Wägen Sie nun die Panikmache (Stau/Verkehrschaos/Unfälle) der "Initiative Herrenalber Straße" mit den vorgesehenen Maßnahmen der Stadt für eine probeweise Umwidmung des Straßenraumes ab.

Überlegen Sie, ob Sie sich mit ihrer Unterschrift und einer Verweigerung der Umwidmung der Herrenalber Straße mitverantwortlich machen wollen, wenn auch zukünftig Personen an Leib und Leben geschädigt werden, obwohl es hätte verhindern werden können.

Lassen Sie sich von den 120 000.- Euro nicht beeindrucken,
denn auch die von der Initiative geforderten Maßnahmen gibt es nicht umsonst.

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